Freunde?
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Ein kleines Mäuslein
lebte mitten im Wald in einer tiefen Höhle
unter einem großen
Baum.
Es war sehr fleißig,
klug und weitsichtig, aber vor allem doch
sehr, sehr lieb, denn es
half allen seinen Freunden und hatte
für jeden ein
offenes Ohr, der ein solches brauchte.
Eines Tages nun kam der
Fuchs vorbei.
Guten Tag,
sagte er, ich bin dein Freund, gib´ mir zu essen!
Sofort lief die kleine
Maus in ihre Vorratskammer und holte
jedes Stück Käse,
das sie besaß, und gab es dem Fuchs, der
alles schnell
verschlang.
Einige Tage später
stand der Fuchs wieder vor der Tür und
sagte: He, wir
kennen uns, ich bin doch dein Freund! Du mußt
mir helfen, ich habe
Hunger!
Da lief die Maus so
schnell sie konnte und holte alle Körner,
die sie hatte. Der Fuchs
vertilgte alles und ging für eine Weile.
Nach kurzer Zeit klopfte
es wieder an die Tür des kleines
Mäuschens.
Du weißt
doch, dass ich dein Freund bin, also gib mir gefälligst
zu essen!, knurrte
der Fuchs.
Ich habe keinen
Bissen mehr, schon seit Tagen esse ich selbst
kaum etwas. Ich kann dir
nichts mehr geben, lieber Freund!
weinte das liebe, kleine
Mäuschen.
DANN WERDE ICH MIR
ANDERE FREUNDE SUCHEN!
schrie der Fuchs und
fraß das Mäuschen auf!
Vor
Freunden mit scharfen Zähnen und spitzer Zunge
sollte
man sich lieber in Acht nehmen.
Schlimmer
sind nur noch die Schmeichler!
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